Peter und der Wolf
Ein Mitmach-Märchen der Wiener Kinderoper "Papageno"
| Peter und der Wolf | Ein
musikalisches Märchen für Kinder von Sergej Prokofjew |
| Alle wollten mitmachen | ![]() |
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| Die Bühnenarbeiter gehen an die Arbeit. | ![]() |
| Die Schauspieler warten auf ihren Einsatz. | ![]() |
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| JETZT GEHT´S LOS | |
| Eines Morgens
öffnete Peter die Gartentür und ging hinaus auf die große, grüne Wiese. |
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| Auf den Ast eines
großen Baumes saß Peters Freund, ein kleiner Vogel. "Alles ist still und friedlich" zwitscherte er vergnügt. |
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| Bald darauf kam
eine Ente angewatschelt. Sie freute sich, dass Peter die Gartentür aufgelassen hatte und beschloss in dem tiefen Teich auf der Wiese zu baden. |
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| Als der kleine Vogel die Ente sah, flog er hinunter, setzte sich neben ihr ins Gras und plusterte sich auf. "Was bist du für ein Vogel, wenn du nicht fliegen kannst", sagte er. | ![]() |
| Und die Ente erwiderte: "Was bist du für ein Vogel, wenn du nicht schwimmen kannst" und sie stieg ins Wasser. So stritten Sie miteinander. | ![]() |
| Die Ente schwamm auf dem Teich und der kleine Vogel hüpfte am Ufer hin und her. | ![]() |
| Plötzlich machte Peter große Augen. Er sah eine Katze durch das Gras schleichen. | ![]() |
| Die Katze dachte: "Der Vogel streitet sich herum, und passt nicht auf. Den werde ich mir fangen." Und lautlos schlich sie auf Samtpfoten heran. "Gib Acht ", rief Peter. Da flog der Vogel auf den Baum. | ![]() |
| Die Ente quakte
die Katze böse an. --- von der Mitte des Teiches her. |
Die Katze ging um
den Baum herum und dachte: "Lohnt es sich so hoch hinauf zu klettern? Wenn ich oben bin, ist der Vogel weggeflogen." |
| Der Großvater kam aus dem Haus. Er war böse, weil Peter die Gartentür offen gelassen hatte. "Hm, das ist gefährlich", sagte er, "wenn nun der Wolf aus dem Walde kommt, was dann ?" | ![]() |
| Peter nahm des Großvaters
Worte nicht ernst. Jungen wie er haben doch keine Angst vor dem Wolf. Aber der Großvater nahm Peter bei der Hand, machte die Gartentür fest zu und ging ins Haus. |
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| Und wahrhaftig ! Kaum war Peter fort, da kam aus dem Walde der große, graue Wolf. | ![]() |
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| Im Nu kletterte die Katze auf den Baum. | |
| Die Ente quakte.
In ihrer Aufregung sprang sie aus dem Wasser heraus. Aber so schnell sie auch lief, der Wolf war schneller. Er kam näher und näher, erreichte sie und dann packte er sie und verschlang sie auf einmal. |
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| Und so sah es nun
aus: Die Katze saß auf einem Ast und der Vogel auf einem anderen Ast --- nicht zu nah bei der Katze. Der Wolf lief immer um den Baum herum und starrte mit gierigen Blicken hinauf. |
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| Peter stand hinter
der geschlossenen Gartentür, sah alles was da vor sich ging und hatte überhaupt keine Angst. |
Er lief ins Haus,
holte ein starkes Seil und kletterte auf die hohe Gartenmauer. |
| Ein Ast des Baumes, um den der Wolf herum lief, reichte über die Mauer. Den Ast ergriff Peter und kletterte so in den Baum hinüber. | ![]() |
| "Flieg
hinab", sagte Peter zu dem kleinen Vogel. "und dem Wolf immer um den Kopf herum. Aber gib Acht, dass er dich nicht fängt." Mit den Flügeln berührte der kleine Vogel fast die Nase des Wolfes während der Wolf wütend nach ihm schnappte. |
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| Aber der Vogel war
geschickter. Immer wieder schnappte der Wolf ins Leere. |
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| Inzwischen hatte Peter eine Schlinge gemacht und ließ das Seil vorsichtig herunter. Er fing den Wolf beim Schwanz und zog die Schlinge zu. | ![]() |
| Als der Wolf
merkte, dass er gefangen war, sprang er wild umher und versuchte sich loszureißen. |
Aber Peter machte
das andere Ende des Seils am Baum fest und je wilder der Wolf herumsprang, um so fester zog sich die Schlinge. |
| Nun aber... Nun kamen die Jäger aus dem Walde. Sie waren dem Wolf auf der Spur und als sie näher kamen schossen sie mit ihren Flinten. Aber Peter rief vom Baum herab: "Ihr sollt nicht schießen! Der kleine Vogel und ich haben den Wolf doch gefangen. Helft uns nun, ihn in den Zoo zu bringen." |
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| Und nun stellt Euch den Triumphzug vor: Peter vorneweg, hinter ihm die Jäger mit dem großen, grauen Wolf und am Schluss des Zuges der Großvater und die Katze | ![]() |
| Der Großvater schüttelte den Kopf und sagte: "Na ja, aber wenn Peter den Wolf nun nicht gefangen hätte, was dann?" | |
| Über ihnen flog
der kleine Vogel und zwitscherte: "Was sind wir beide, Peter und ich, für tapfere Gesellen, seht was wir gefangen haben!" |
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| ..und wenn man
ganz genau hinhört, kann man die Ente im Bauch des Wolfes quaken hören. Denn der Wolf hatte sie in der Eile lebendig heruntergeschluckt. |
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| Alle waren zufrieden | |
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"Papageno" selbst schreibt:
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| Schon Generationen von Kindern erfreuen sich an Sergej Prokofiews PETER UND DER WOLF Es wäre aber nicht die Kinderoper Papageno, würde nicht ein besonderes Konzept hinter der Neuinterpretation des altbewährten Stückes stehen: Das musikalische Märchen für Kinder entstand 1936 für das Moskauer "Zentrale Kindertheater" und war von Beginn an ein großer Erfolg. Komponiert wurde es als konzertantes Hörstück für Orchester und Sprecher in der Absicht, Kindern die Instrumente des Orchesters nahe zu bringen. |
| Nun scheint es aber heute nicht mehr zeitgemäß, Kinder in einer multimedialen Zeit, in der subtile Sinne, wie das Hören, durch permanente akustische Überreizung bereits in den Hintergrund getreten sind, einfach nur hinzusetzen und mit für sie ungewohnter Musik zu berieseln. Vielmehr wollen wir versuchen durch gewohnte Aktivitäten und spielerische Elemente den Selbstdarstellungstrieb zu fordern, um so in gemeinsamer Arbeit das Märchen zu erleben und dabei das Hörereignis aktiv mitzugestalten. Erreicht wird dies durch Elemente des Spielens, das heißt, dass die Schüler selbst die Rollen von Peter, der Ente, dem Vogel, dem Großvater u.s.w. übernehmen und von uns gestellte Aufgaben zur Musik lösen und somit die Handlung vorantreiben, um gemeinsam zu einem Happy End zu kommen. |
| So steht eine interessante und lustige Stunde am Anfang
einer neuen Qualität des Zuhörens und dieses Erleben mag als Grundlage
für weitere Aktivitäten, aber auch als Ausgangspunkt für eine
Wiederholung der Musik als reine Hörstunde dienen. Im Mittelpunkt der
Arbeit steht das, was für eine Aufführung für Kinder wichtig ist:
durch die Faszination und Sinnlichkeit des Spielens Spannung und Spaß
zu vermitteln. Das Theater (bzw. der Aufführungsort) soll dabei als Ort
der Illusion, der Identifikation und der Phantasie erfahrbar werden. Die Handlung Der Wolf hat die Ente gefressen. Gierig schleicht er nun um den Baum herum, auf den der Vogel vor der Katze und die Katze vor dem Wolf geflüchtet sind. Peter kann dem Geschehen nicht tatenlos zusehen. Er will seinem Freund, dem kleinen Vogel, und der Katze aus der Klemme helfen. Ohne zu zögern, fasst Peter einen Plan und fängt den Wolf. Wie er das schafft? So phantasievoll wie Peter ist, kann das kein Problem sein... |
| Zum Ablauf Zwei ausgebildete Schauspieler mit Regieerfahrung erarbeiten mit den Kindern das Stück mit verteilten Rollen als Workshop. Es gibt Einzel-, wie auch Gruppenszenen, in denen die Kinder sowohl mimisch, gestisch, tanzend, aber auch akustisch und mit kurzen Textpassagen die Handlung vorantreiben. Gerne stellen wir den Schulen Vorbereitungsmaterial zu Verfügung. In erster Linie aber wollen wir unser Gastspiel als Anstoß zur Nachbereitung verstanden wissen. |
mehr über "Papageno" steht unter
http://members.chello.at/kinderoper.papageno/
mehr über "Peter und der Wolf" gibt es im Internet unter
http://www.kinderbuch.net/p_w.html (Anfang der Geschichte mit Musik)
http://home.intergga.ch/stk/Peter_und_der_Wolf/index.html (Geschichte mit Musikauszügen)